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Leben in Rom

Themen: Das antike Rom / Das Leben in Rom

Quiz: Das antike Rom
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Das antike RomRepublik und Kaiserreich

Bürger und Bürgerinnen

Bürger waren die Menschen, die in der Stadt Rom und auf römischem Gebiet wohnten, dazu kamen noch die Römer, die in den Kolonien lebten. Auch erhielten einzelne Stammesgruppen das römische Bürgerrecht. Dann gab es noch Städte, die das römische Bürgerrecht hatten, aber z.B. bei Wahlen nicht wahlberechtigt waren. Eine dritte Abstufung gab es für die Bundesgenossen, die wohl selbständig, aber von Rom abhängig und mit weniger Rechten ausgestattet waren.
 

Die Stadt Rom

Ständig wurde die Stadt auf den 7 Hügeln vergrößert und prächtige Bauwerke entstanden. Die höchste Blütezeit hatte die Stadt zur Kaiserzeit. Da war sie wirklich eine Weltstadt mit ca. 1 Million Einwohner. Dazu kamen noch viele Besucher und Händler. Das Zentrum der Stadt bildetete das Forum Romanum. Alles was wichtig war in und für Rom fand hier statt: der Senat tagte, Gerichtsverhandlungen wurden abgehalten, alle Behörden lagen hier  und Händler aus aller Welt verkauften ihre Produkte. Um das Forum herum gab es viele Tempel, den Circus Maximus, das Pantheon, das Kolosseum, das Kapitol, den Kaiserpalast, Thermen, Theater und später auch Kirchen. Das Forum Romanum war das Zentrum des Römischen Reiches.

Im Circus Maximus fanden vor allem Wagenrennen statt. Er war 200 m breit und 600 m lang. Über 200 000 Zuschauer konnten den Rennen zusehen.

Das Kolosseum (ursprünglich hieß es Amphitheatrum Flavium) fasste bis zu 75 000 Zuschauer. Hier fanden die berühmt-berüchtigten Tierkämpfe, Gladiatorenkämpfe und Seekriege statt.

Das Pantheon, ein Tempel mit einer Kuppel, die größer als die der Peterskirche ist.

Die Thermen sind Badehäuser, in denen man sich nicht nur gereinigt, sondern auch Geschäfte getätigt hat.

Kapitol, so hieß der erste Hügel, der bebaut wurde. Hier steht ein Tempel, der das Ziel der Triumpfzüge in Rom war.
 

Die Architektur

Im Laufe der über 1000 Jahre römische Geschichte veränderte sich natürlich die Architektur mehrmals. Hier zwei typische Bauwerke
Ähnlich wie in Griechenland beschäftigte sich die Architektur bei den Römern zunächst mit demTempelbau. Dann kamen, vor allem auch seit der Kaiserzeit ab 31.v.Chr., immer mehr weltliche Nutzbauten dazu. Es wurden gewaltige Triumphbögen zur Verherrlichung des Imperators oder Kaisers gebaut. Riesige Arenen (z.B. Kolosseum), Aquädukte, Thermen, Paläste und auch große Mietshäuser (insulae) ergänzten das Bild. Gebaut wurde mit Natur- oder Backsteinen, die mit Kalkmörtel zusammengefügt sind. Von der griechischen Architektur wurden die Säulen übernommen. Mit der hervorragenden römischen Mörteltechnik konnten nun riesige Rundbögen (z.B. bei Aquädukten, Triumphbögen) gemauert werden. Dazu kam auch das Kuppelgewölbe (z.B. Basilika, Pantheon).

Der Tempel: Der römische Tempel steht auf einem Podium. Es gibt runde und rechteckige Tempelgrundrisse. Ins Innere kommt man nur von einer Seite über eine Treppe. Der Vorplatz ist umkränzt von, aus der griechischen Architektur übernommenen, Säulen. Das Innere des Tempels (die cella) hat an der Seite Nischen und an der Rückwand steht das Götterbild (in griechischen Tempeln steht das Götterbild in der Mitte und ist also von allen Seiten anschaubar).

Der Palast: Das Wort stammt ab vom Wohnsitz der Kaiser auf dem Palatin. Zunächst wohnten die Imperatoren in großen, aber schon auch feudalen Villen, ab der Kaiserzeit entstanden dann riesige Paläste.

Das Theater: Nicht wie bei den Griechen an Hängen, wurden die Theater in Rom auf der Ebene angelegt. Deshalb war es notwendig riesige Mauern im Oval zu bauen. Die ansteigenden Sitzreihen im Innern liegen auf gewölbten Rundgängen. Das Bühnenhaus nahm eine ganze Schmalseite des Ovals ein. Das eindrucksvollste Theater ist das Kolosseum (von Kaiser Vespasian 69 - 76 n.Chr.). Hier hatten über 50 000 Menschen Platz und es fanden Schauspiele, Gladiatorenkämpfe, Tierhatzen statt, aber auch viele christliche Märtyrer fanden hier ihren Tod.

Der Triumpfbogen: Tiumphbögen wurden zur Verherrlichung des Kaisers und des ganzen Imperiums gebaut. Es waren gewaltige Steingebäude. Die Fassade, vor allem auch über dem Torbogen, war reich geschmückt mit Reliefs aus Stein oder Bronze.

Die Thermen: Thermen sind öffentliche Bäder, die zum Teil sehr luxuriös ausgestattet waren. Täglich reinigten sich hier die römischen Bürger. In manchen Thermen hatten mehrere tausend Menschen Platz. Man konnte aber nicht nur sein Bad einnehmen, sondern Thermen dienten auch als Treffpunkt um Geschäfte zu machen,, zur Unterhaltung mit Theater und Vorträgen usw.

Das Wohnhaus: Die Villen der Patrizier waren prachtvolle Wohngebilde. Von außen sah man nur eine Mauer ohne Fenster, im Inneren stellte das Atrium (offener Innenraum) das Zentrum dar. Um das Atrium lagen die prunkvollen Räumlichkeiten. Für den Otto Normalbürger entstanden in Rom bis zu sechsstöckige Mietskasernen. Im Erdgeschoss lagen die Geschäftsräume und Läden in den Stockwerken darüber 4 - 5 Zimmer-Wohnungen.

Das Aquädukt: Ein ganz besonderes Gebäude ist das Aquädukt. Es war oft viele Kilometer lang. Auf den Rundbögen floss in Wasserrinnen Wasser von den Gebirgsquellen in die Stadt, zu den Bädern und Brunnen.
 

Die Familie

An der Spitze der Familie stand der Vater (pater familias) als unumschränkter Herrscher über die Ehefrau (mater familias), die Kinder (liberi) und die Sklaven (servi). Die wichtigsten Charaktereigenschaften des Vaters sollten sein: Autorität, Erfahrung, Rechtschaffenheit, Selbstbeherrschung und Strenge und immer stand das Engagement für öffentliche Angelegenheiten im Mittelpunkt. Wurde ein Kind geboren, so legte die Frau das Kind auf den Boden und der Mann nahm es auf, so war das Kind in der Familie aufgenommen. Für alle Römer war es wichtig eine gute Bildung zu haben. Lesen und Schreiben hatte Vorrang, aber auch die Mathematik (jeder kennt die römischen Zahlen), Sport und vor allem die Rhetorik (Redekunst) kamen nicht zu kurz. Die Schule war nur für Knaben, die Mädchen blieben Zuhause und lernten alles, was wichtig war um einen Haushalt zu führen. Die Lehrer (Pädagogen) waren meist freigelassene Sklaven, die in Säulengängen die Kinder unterrichteten. Für jeden Römer stellte der Staat selbst das oberste Gesetz dar (res publica) erst dann kommt die Privatsphäre (res privata). Geregelt wird alles nach dem Gesetz (lex). Die römische Gesetzgebung war nicht starr, sondern wurde den jeweiligen Gegebenheiten angepasst.

In den Häusern gab es Hausaltare, wo man sich zum Andenken an die Verstorbenen versammelte. Die Römer glaubten an die gleichen Götter wie die Griechen, nur hatten sie andere Namen.

Die Frauen waren sehr modebewusst. Die Frauen trugen Haarknoten, aber auch Zöpfe, Wellen und Locken kamen in Mode. Man verwendete Haarnadeln und Haarschmuck. In manchen Zeiten wurde das Haar auch gefärbt. Augenbrauen wurden gezupft und mit Eyeliner nachgezogen.

Das Geheimnis der römischen Küche lag in den vielfältigen Soßen und oft wurden raffinierte Speisen zubereitet.
 

Die Sklaven

Die Römer waren hervorragende Gesetzgeber, sie schützten die Freiheit des Einzelnen und bauten Behörden auf, die für die Allgemeinheit da waren. Diese Erungenschaften galten aber nur für Vollbürger, dann gab es Abstufungen z.B. für Provinzen, gar nicht galten sie für Sklaven. Sklaven waren ohne Rechte und im Eigentum ihrer Herren. Reiche Patrizier besaßen für ihre Fabriken und Wohnungen oft mehrere Hundert. Je mehr Sklaven einer hatte, desto angesehener war er. Kaiser hatten Tausende. Sklave wurde man als Kind eines Sklaven, wenn einer überschuldet war oder durch Kriegsgefangenschaft. Es gab Sklavenmärkte, wo man sich aussuchen konnte, was man gerade brauchte. Den Preis bestimmte das Alter und Können des Sklaven. Im Durchschnitt lag er etwa beim Preis eines guten Pferdes. Die meisten römischen Sklaven stammten aus dem Orient, aus Gallien und Germanien. Das Leben eines Sklaven hing ab von seiner Arbeit. Am schlechtesten erging es den Sklaven der ärmeren Bauern auf dem Lande und in den Bergwerken. War ein Sklave alt und konnte er nicht mehr arbeiten, so wurde er oft freigelassen, so hatte man keine Kosten mehr. Sklaven in den Herrenhäusern ging es dagegen oft sehr gut.
 

Die Kleidung

Römer trugen einen Schurz aus Leinen, der um die Taille geknotet wurde. Darüber trugen die reichen Römer eine Tunica, die aus Stoffbahnen bestand und um den Körper gewickelt wurde. Mit einem Gürtel war der Stoff gerafft. Ein weiteres Kleidungsstück war die Toga, ein runder Stoff, der nur umgelegt wurde.
 

Einige Erfindungen

Toiletten: Es gab öffentliche Latrinen in den Thermen, aber auch in jedem prunkvollen Haus. Die Sitzfläche war aus Marmor und sie hatte eine Wasserspülung.                        
Fußbodenheizung: Etwa 100 n.Ch. wurden die ersten Häuser mit Fußbodenheizung gebaut. Die Warmluft von einer Feuerstelle wurde durch Hohlräume unter den Zimmern durchgeleitet.                                                                                                                                     
Straßenbau:  Viele tausend Kilometer Pflasterstraßen führten durch das gesamte Römische Reich, von Britannien bis nach Mesopotamien, von der Donau bis Sizilien. Auf allen Straßen konnte man Rom in Rekordzeit erreichen. Die erste gepflasterte Straße war die Via Appia (ca. 300 v.Chr.). Mit Steinen, Schutt und Sand wurde ein fester Untergrund hergestellt. Darauf kommt das Pflaster, das leicht gewölbt war, so konnte Regenwasser abfließen
 

Für den Geschichtsunterricht: Aufgaben zu Rom





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